Serenade im Mariafeld

Grosses Kino in Feldmeilen

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Welch grosses Wetterglück! Die Serenade konnte am letzten Freitag im Mariafeld unter freiem Himmel stattfinden. Bereits lange vor Konzertbeginn kamen die ersten Konzertbesucher, um sich einen guten Platz zu ergattern.

Nachdem es am Nachmittag ein paar kleinere Gewitter gab, war der Abendhimmel blau und klar und nichts stand einem gelungenen Konzertabend unter freiem Himmel im Innenhof des Wille-Gutes im Wege. Eine einzigartige Atmosphäre!  Dem Quartierverein Feldmeilen war es wieder einmal gelungen, dass alles am rechten Ort stand und es an nichts fehlte. So konnten sich die Hauptakteure des Abends – das Sinfonie Orchester Meilen – ganz auf ihre Musik konzentrieren. Tänze aus (fast) der ganzen Welt standen dieses Jahr auf dem Programm.

Die rund 400 Zuhörer wurden zwar nicht selber zum Tanze aufgefordert – dafür war der Platz schlicht nicht vorhanden – aber sie wurden entführt auf eine Reise durch die Tanzmusik verschiedener Epochen und Ländern. In „Molly on the shore“ des Australiers Percy Aldridge Grainger stand mit verspielter Flötenmusik die irische  Melodie im Mittelpunkt. In der Polka „Im Krapfenwaldl“ des Wieners Johann Strauss, rief der Kuckuck immer wieder und auch andere instrumentale Vogelstimmen zwitscherten dazwischen. Was die emsig fütternden Amseln im Innenhof des Wille-Gutes möglicherweise etwas verwirrte...

Im Tanz „Hoe-Down“ aus dem Ballett „Rodeo“ von Aaron Copland hörte man die Pferde über die Prärie galoppieren und man konnte für kurze Zeit ganz in die Welt der Rancher und Cowboys eintauchen. Während den mitreissenden, mexikanischen Rhythmen des „Danzon Nr.2“ von Arturo Marquez  fiel es schwer, ruhig auf dem Stuhl sitzen zu bleiben.

Begeistert erklatschte sich das Publikum eine Zugabe. Mit einer „Mazurka aus Samedan“ wurden alle nach der grossen Reise durch ferne Länder und vergangene Zeiten wieder zurück in unser Land geholt, ins hier und jetzt. Und das liess man sich gerne gefallen, denn da wartete ein Apéro im atemberaubenden Garten der Familie Wille. Grosszügigerweise stellt die Familie Wille für die Serenade ihr Grundstück zur Verfügung, und alle hoffen, dies auch nächstes Jahr wieder erleben zu dürfen! (kje)


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